Geschichte und Tradition
Mitte des 12. Jahrhunderts erfolgte die erste Besiedlung der Gegend durch Bauern aus dem Main-Franken-Raum.
Das Jahr 1168 ging als einschneidendes Datum in die Geschichte des Erzgebirges ein. In diesem Jahr kamen die ersten Funde von Silbererz innerhalb der Waldhufenflur von Christiansdorf, dem späteren Freiberg ans Tageslicht. Und auf das große „Bergeschrey“ hin zog es wieder viele Menschen, zunächst aus der Gegend um Goslar am Harz, in diese reiche Region. Vorher war das Erzgebirge ein einziger „Miriquidi“, ein großer dunkler Wald, dem erst die Silberfunde seinen Namen gaben.
Noch heute existieren viele geschichtliche Zeugen, die über den Fleiß und das Schöpfertum der Menschen dieser Region sprechen können.
Aus der anfänglichen Bergbauregion entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte historisch eine Wirtschaftsregion. Noch heute ist sie nachhaltig von der Bergbautradition geprägt. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgte eine Industrialisierung, wie sie nur selten in Gebirgsregionen zu finden ist. Der Abbau von Silber und Zinn, aber auch von Arsen, Blei, Eisen, Kobalt, Nickel, Uran, Wismut, Wolfram und Zink gehörte lange zum wichtigsten Erwerbszweig der Erzgebirger. Blütezeiten wechselten sich mit Niedergängen ab. Die Spitzenklöppelei, das Posamentieren und die Holzschnitzerei sollten fortan den Broterwerb sichern. Bald schufen bedeutende Handelsstraßen wirtschaftliche Verbindungen zwischen Annaberg, Dresden und Böhmen.
Darüber hinaus ist das Erzgebirge seit Jahrhunderten deshalb als innovative Wirtschaftsregion bekannt, weil hier zahlreiche Erfindungen ihren Ursprung haben.
Innovation und Tradition waren seit jeher zwei Komponenten, die das Erzgebirge charakterisieren. Und auch noch heute werden in dieser modernen Region Traditionen gelebt. Denn der Erzgebirger ist ein bodenständiger Mensch, der trotz aller Hochtechnologien seine Ursprünge nicht vergisst.
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