Im Verlauf von einer Milliarde Jahren Erdgeschichte wurden im Erzgebirge zahlreiche Lagerstätten mit mehr als 20 Metallen und bedeutende Vorkommen nichtmetallischer Rohstoffe gebildet. Seit 800 Jahren werden diese Lagerstätten ausgebeutet. Der Bergbau durchlief verschiedene Entwicklungsphasen. Es wechselten sich Konjunktur- und Krisenzeiten ab. Mit dem Fortschreiten des Bergbaus nach der Teufe und in unbekannte Gebiete wurde ein Kenntnisvorlauf für die gezielte Suche notwendig. Dabei war das Zentrum der mineralogischen und lagerstättenkundlichen Forschung Freiberg. In diesem Ort wurde 1765 die Bergakademie gegründet. Auch in Zinnwald, Schneeberg, Seiffen, Ehrenfriedersdorf und in anderen Bergbauorten beteiligte man sich an der Forschung.
Erste systematisierende Beschreibungen der erzgebirgischen Lagerstätten gaben die Freiberger Professoren Charpentier und Werner. Der beste Kenner der erzgebirgischen Lagerstätten, Carl Hermann Müller, unterschied auf Grund detaillierter Beobachtungen eine Gruppe älterer, und eine Gruppe jüngerer Gangformationen.